TOP 1: Aktuelles aus der Bezirksverordnetenversammlung – Referent: Holger Wuttig –
Der Vorsitzende der SPD- Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg- Wilmersdorf Holger Wuttig beschrieb in seinem Beitrag die aktuelle Situation im Bezirk und ging dabei schwerpunktmäßig auf die folgenden Punkte ein:
- Zwischenstand zur Kolonie Oeynhausen
- Zusammenarbeit mit den Grünen im Bezirk
- Umzug Rathaus Wilmersdorf
- ICC
- Situation am Olivaer Platz und
- Rüdesheimer Platz und Breitenbachplatz.
Das Thema Oeynhausen beschäftigt zur Zeit zu 80 bis 85 % die Fraktion und das bedeutet, dass andere wichtige kommunalpolitische Themen in der Arbeit zwangsläufig zu kurz kommen müssen. Dabei sind es insgesamt nur 30 bis 40 Bürgerinnen und Bürger, die das Thema „befeuern“. Auch die 77%ige Zustimmung der abgegebenen Stimmen relativiert sich, da es tatsächlich nur 1/3 aller im Bezirk wohnenden Wahlberechtigten sind, die sich für den Erhalt der Kolonie ausgesprochen haben. Dennoch werden das Bezirksamt und die BVV das Ergebnis des Bürgerentscheides respektieren, zumal auch Parteitagsbeschlüsse der SPD und das Programm der Zählgemeinschaft mit den Grünen den Erhalt der Kleingärten vorsehen. Allerdings ergibt sich für den von der möglichen Bebauung betroffenen Teil der Kleingartenkolonie Oeynhausen (nur ca. 5 bis 10 % der gesamten Kleingartenanlage) eine rechtliche Problematik mit erheblichen finanziellen Auswirkungen für den Bezirk, die eine Umsetzung des Bürgerentscheides erschweren bzw. verunmöglichen. Während CDU und Grüne populistische und zum Teil verantwortungslose Forderungen stellen, bemühen sich insbesondere die sozialdemokratischen Bezirksamtsmitglieder Reinhard Naumann und Marc Schulte sowie die SPD- Fraktion darum, rechtlich abgesicherte und umsetzbare Lösungen zu finden. Dies ist allein schon deshalb schwierig, weil sich einerseits das Land nicht in der Verantwortung sieht und andererseits für das Gelände Baufreiheit besteht. Deshalb ist die von der CDU und den Grünen favorisierte Veränderungssperre und den gegebenen Umständen wohl rechtlich nicht umsetzbar. Hierzu wird es in der Sitzung der BVV am 3. Juli 2014 entsprechende Anträge geben.